In der
Sahelzone, wo sich Menschen seit Jahrhunderten mit ihren Herden der Natur angepasst
hatten, wurden mit Entwicklungshilfe Brunnen gebohrt. Doch diese wohlmeinende
Hilfe führte teilweise zu Katastrophen, weil man die ökologischen Rahmenbedingungen
nicht beachtet hatte. Da die Hirten mehr Wasser hatten, vergrößerten sie ihre
Viehherden. Doch dafür reichten die Weidegründe allmählich nicht mehr aus.
Durch die Überweidung wurden der Boden und die Vegetation und damit die Lebensgrundlagen
von Menschen und Tieren zerstört. Das Ergebnis der Entwicklungshilfe: eine
Hungerkatastrophe.
Die belegt
die Notwendigkeit, ökologische und soziale Systeme (ein Staat, eine Firma, eine
Familie usw.) sehr sorgfältig zu steuern, d. h. gefährliche Entwicklungen
vorauszusehen, die Fern- und Nebenwirkungen seiner Maßnahmen zu betrachten.
Dabei sind soziale und psychologische Fallen zu vermeiden.
Nicht nur bei
ökologischen Problemen spielt dabei auch die Kooperation von Menschen eine
wichtige Rolle, auch de Niedergang Roms kann mit der mangelnden Kooperation der
beteiligten Gruppen erklärt werden.